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2017

Large Agile Practitioner Summit 2017

Die LAPS (Large Agile Practitioner Summit) ist eine praxisorientierte Konferenz rund um Agilität im Umfeld von größeren Anwenderunternehmen, die am 07.03.2017 in München stattfand. comSysto war dabei!

Christian

Software Engineer | Scrum Master

Die LAPS (Large Agile Practitioner Summit) ist eine praxisorientierte Konferenz rund um Agilität im Umfeld von größeren Anwenderunternehmen, die am 07.03.2017 in München stattfand. Unterstützt in erster Linie von BMW und hervorragend organisiert von unserem Partner SCRUMevents bot der Tag eine abwechslungsreiche Mischung aus 4 Keynotes und selbstorganisierten Open-Space Sessions mit insgesamt 16 von den Teilnehmern moderierten Themen, die im Anschluss kurz für die große Runde vorgestellt wurden. Das BMW Group Event Forum bot dabei ein hervorragendes Ambiente für die rund 150 Teilnehmer.

‍Der Zugang zu den Toiletten - auf den meisten Konferenzen nicht gerade ein Highlight - erlaubt hier einen Rückblick in die Geschichte des BMW-Konzerns

Nach einer kurzen Einführung inklusive Ice-Breaker eröffneten Dr. Boris Kneisel & Jean-Philippe Lombardi die Konferenz mit einem Praxisvortrag zur Frage, wie SAP agile Entwicklung mit ca. 600 Beteiligten skaliert. Als entscheidend wurden unter anderem die Synchronisation der wöchentlichen Termine aller Teams sowie die konsolidierte Sicht auf ein einziges Backlog mit Stories, Sagas und Epics auf den verschiedenen Planungsebenen genannt.

Die darauf folgende erste Runde an Open-Space Sessions war wie immer bei diesem Format thematisch sehr heterogen und auf die Interessen der Anwesenden zugeschnitten. In jeweils 45min wurden unter anderem die Fragen "Wie meistert man den Kulturwandel?", "Wie kombiniert man klassisches und agiles Projektmanagement?" sowie "Was macht eigentlich ein agiler Manager?" diskutiert.

Die Planung der Open-Space Sessions

Kurz vor dem Mittagessen beschäftigte sich Gunther Verheyen in seinem Vortrag mit der Frage, wie Agilität auch in größeren Unternehmen funktionieren kann. Unter anderem erklärte er, wie Organisationen im Zuge des Wachstums häufig ohne Not auf funktionale Silos umschwenken und neue Management- und Compliance-Ebenen einziehen. Stattdessen plädierte er dafür, dem Netzwerk-Gedanken von kleinen und effizienten Strukturen treu zu bleiben und Leadership sowie die damit verbundene Verantwortung auf die einzelnen Teams zu verteilen.

Gunther Verheyen

Nach der zweiten Open-Space Runde hatte Klaus Straub, der CIO der BMW AG, als Gastgeber das Wort. Er ging weniger auf bestimmte agile Methoden ein, sondern umriss die strategische Vision der BMW IT. 2017 soll das Jahr sein, in dem sich die gesamte Abteilung auf "100% Agile" committet was zeigt: Auch bei den ganz Großen tut sich etwas! Bei der großen Zahl an BMW-Mitarbeitern unter den Teilnehmern war es nicht verwunderlich, dass im Nachgang des Vortrags eine lebhafte Diskussion rund um die Zukunft des Unternehmens ausbrach.

Klaus Straub

Die letzte Keynote übernahm Jeff Sutherland, nicht nur der Erfinder sondern auch einer der passioniertesten Evangelisten des Scrum-Frameworks. Wie bei nahezu jeder Gelegenheit wies er seine Zuhörer darauf hin, dass man relativ leicht enorme Performance-Steigerungen bewerkstelligen kann, indem man klare Prioritäten setzt und unnötige Features gar nicht erst entwickelt. Ähnlich wie zuvor Gunther Verheyen betonte er zudem, dass der Start einiger Pilot-Projekte mit anschließendem Rollout in größerem Umfang bei der Einführung von Scrum und Agilität am meisten Erfolg verspricht.

Jeff Sutherland

Alles in allem bot die LAPS einige interessante Einblicke in den aktuellen Stand der Agilität in größeren Unternehmen. Viele der bekannten Münchner Konzerne waren vertreten und nutzten die vielen Pausen und Diskussionsrunden zum Erfahrungsaustausch. Dabei stellte sich immer wieder heraus, dass die unterschiedlichen Organisationen häufig vor sehr ähnlichen Herausforderungen stehen. Egal ob bei der Einführung von bestimmten Methoden, beim Aufbrechen von schlecht abgestimmten Abteilungen oder bei der Frage nach dem Umgang mit externen Dienstleistern - es gibt kaum ein Thema, mit dem man alleine ist und viele Konferenzbesucher konnten sich mit einigen neuen Lösungsideen in den wohlverdienten Feierabend verabschieden.

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